Ein toller Tag im Europapark

Schnee und Frost konnten am 13.12.2012 hörgeschädigte Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern sowie die Sonderpädagogin Annika Stert vom Sonderpädagogischen Dienst des Bildungs- und Beratungszentrums für Hörgeschädigte (BBZ) Stegen nicht davon abhalten, sich im Europapark zum „Tag der Frohen Herzen“ zu treffen.

Wieder einmal hatte die Parkleitung 50 Kinder und Jugendliche mit Hörschädigung und ihre Begleitpersonen eingeladen, den Freizeitpark kostenlos zu besuchen. Eltern aus dem Ortenaukreis, aus den Landkreisen Emmendingen, Freiburg, Konstanz, Lörrach und aus der Stadt Freiburg, deren Kinder allgemeine Schulen am Heimatort besuchen und vom Sonderpädagogischen Dienst begleitet und unterstützt werden, nahmen diese Gelegenheit gerne wahr, um mit ihren Kindern die Winterwunderwelt im Freizeitpark zu bestaunen, Shows anzuschauen und natürlich mit den verschiedenen Bahnen zu fahren. So ganz nebenbei kamen sich bei den verschiedenen Aktionen Eltern und Kinder näher, tauschten Erfahrungen in der Schule und im Freizeitbereich aus und verabredeten sich, über das Telefon oder über Internet in Kontakt zu bleiben.

Begeisterte E-Mails erreichten Annika Stert nach dem „Tag der Frohen Herzen:

„Liebe Frau Stert,

  • wir hatten gestern einen tollen Nachmittag im Europa-Park. Danke, dass Sie uns das ermöglicht haben!

  • Meine Tochter hat sich sehr gut mit den Mädchen aus Freistett verstanden und ist sofort mit ihnen losgezogen...

  • Wir haben uns gleich am Eingang mit der Gruppe von Sybille Gaa, Familienpflegerin, und deren 4 Schützlingen zusammengetan. So war das für die Kinder und natürlich für uns Erwachsene gleich noch schöner...

  • Ganz herzlich möchten wir uns nochmals bedanken für die gestrige Einladung nach Rust in den Europapark. Es war für uns  ein wunderschöner Wintertag, den wir sehr genossen haben.“

Inzwischen gehört der „Tag der Frohen Herzen“ zum festen Angebot des Sonderpädagogischen Dienstes des BBZ Stegen. Die Aussicht, einen kostenlosen Tag im Europapark verbringen zu dürfen, ist für Eltern und Kinder sehr verlockend. Die Eltern hörgeschädigter Kinder sowie die Kinder und Jugendlichen selbst nehmen auf diese Weise zwanglos Kontakt zueinander auf und tauschen sich aus. Für einige Familien ist es das erste Mal, dass sie mit anderen Betroffenen in Verbindung treten. Es entsteht Interesse, die Erfahrungen anderer Familien kennen zu lernen und es verringert sich automatisch die Hemmschwelle, an weiteren Angeboten des Sonderpädagogischen Dienstes teil zu nehmen. Somit wird neben allem Spaß gleichzeitig ein wichtiger Knoten im Unterstützungs-Netz geknüpft.

Für uns Sonderpädagogen ist dieses Networking das Hauptziel der Aktion: Betroffene Eltern, Kinder und Jugendliche als Experten ihres Handicaps in Kontakt und in den Austausch zu bringen.

 

Ada Jacobsen