Skilager in Vals 2016

Vals 11Wenn das BBZ zum alljährlichen Skilager nach Vals in Südtirol einlädt, können sich die Verantwortlichen um Organisator Martin Läufer gewiss sein, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler des BBZs wie auch des Kollegs St. Sebastian dem Ruf in die die italienischen Berge folgen werden. In diesem Jahr reisten bereits zum 13. Mal Stegener Ski- und Snowboardfahrer der Klassenstufen 5 bis 7 ins Pustertal und konnten so an eine beachtliche Skilager-Tradition anknüpfen, ein Skilager, dem bei Stegener Schülerinnen und Schülern ein grandioser Ruf vorauseilt.

Vals 01Ein erstes Kennenlernen der beiden Gruppen fand bereits im Januar in der Sporthalle des BBZ statt, wo sich die Schüler bei sportlichen Wettkämpfen beschnuppern und kennenlernen konnten. Die Einteilung der Schüler in mehrere gemischte Teams, die für den Verlauf des gesamten Skilagers Bestand haben sollten, ließen das Eis schnell brechen, sodass die ersten Kontakte schnell geknüpft waren.

Im vollgestopften Doppeldeckerbus ging es sodann am Samstagmorgen in Richtung Südtirol. Stau und Schneefall konnten der guten Stimmung bei Schülern und Betreuern nichts anhaben. Schließlich war man mit Filmen und jeder Menge Süßigkeiten gut versorgt und obwohl sich die Fahrt über die Alpen bis in den frühen Abend hinzog und wir Vals erst in der Dunkelheit erreichten, war die Vorfreude auf Schnee, Berge und Beisammensein ungebrochen.

Schnell waren die Zimmer der Pension Gattererhof bezogen und das erste Abendessen im Magen, als uns der erste wichtige Programmpunkt in den Skiverleih des Dorfes führte, wo unter Hochdruck Skischuhe getestet, Bindungen eingestellt, Helme ausgewählt und Snowboards gewachst wurden.

Vals 02Wie organisiert man das Ski- und Snowboardfahren mit rund 60 unterschiedlich erfahrenen Kindern? Schließlich reichte unser Schülerspektrum vom Anfänger, der noch nie auf einem fahrbaren Schneebrett gestanden hatte, bis zum olympiatauglichen Ski Alpin-Abfahrtspezialisten und ein jeder wollte auf seine Kosten kommen. Auch hier konnte man auf die große Erfahrung und die akribische Vorbereitung der BBZ-Kolleginnen und Kollegen zurückgreifen. Schnell waren die Schüler je nach Ski- und Snowboarderfahrung verschiedenen Betreuern zugeteilt und auf die unterschiedlichen Pisten des Skigebietes verteilt, wo dann am ersten Tag die Lifte von Freiburger Schülern bevölkert waren. Fleißig übten die einen erste Schwünge und Liftfahren auf Ski und Snowboard, andere stürzten sich direkt in die Gondeln und in die Abfahrten, sodass bereits zum Mittagessen, das wir zum Glück in der Pension bei unseren netten Gastgebern, der Familie Gatterer, einnehmen konnten, die ersten Erfahrungsberichte und Erfolgsgeschichten ausgetauscht werden konnten.

Wer denkt, dass unsere Kinder nach einem ausgiebigen Skitag müde und erschöpft ins Bett fallen würden, liegt falsch. Gestärkt vom wunderbaren Abendessen in der Pension erfreute sich Jung und Alt bis in die Abendstunden am bunten Programm, das von Dalli-Klick über Schlag den Lehrer bis hin zu einem Brettspielabend alles bot. Nicht nur auf der Piste, auch bei den zweimaligen Zimmerkontrollen, die die Lehrer durchführten, liefen so manche Schüler zu Hochform auf: in den Kategorien „Ordnung“, „Geruch“, „Schränke“ und „Kreativität „konnten die Schüler die Lehrerjury vom Status ihrer Zimmer überzeugen und die ein oder andere Schülergruppe wusste durch ausgefallene Arrangements zu überzeugen…

Beim Skifahren bei herrlichem Skiwetter vor unglaublichem Alpenpanorama, bei der herzhaften Küche der Gatterers, bei gemeinsamen Ausflügen ins Spaß- und Thermalbad und ins Ötzimuseum und bei abwechslungsreichem abendlichem Programm verging unsere gemeinsame Zeit wie im Flug. Ein letztes Highlight war die herbeigesehnte Schneeolympiade, die am letzten Nachmittag Schülerinnen und Schülern ein letztes Mal zu Höchstleistungen anspornte. Beim Verfassen eines Gondelgedichts, dem Schneeturmbauen, Schnee-Curling und anderen kuriosen Disziplinen traten die Schülerinnen und Schüler gegeneinander an, sodass am Abend das erfolgreiche Siegerteam gekürt werden konnte.


Vals 03Mit Sack und Pack traten wir am nächsten Morgen die Heimreise an und so manche Schüler und Lehrer überkam auf der Heimfahrt die Müdigkeit. Was bleibt von solch einer Reise? Für unsere Schüler bleiben sicherlich unzählige einmalige Erinnerungen an eine spannende Woche in den Bergen mit Freunden. Mehr noch aber bleibt für alle Beteiligten die Erkenntnis, dass Gemeinschaftsbildung und soziales Lernen nicht allein in der Schule stattfinden kann. Eine einzige gemeinsame Woche voller gemeinsamer Unternehmungen, Planungen, Aktivitäten, gemeinsamer Mittag- und Abendessen, mit Lachen und Singen, Konflikten und Versöhnungen, also mit allen Höhen und Tiefen, ist für das Funktionieren und für das Fortkommen einer Klassengemeinschaft ein integraler Bestandteil. Hier werden Bindungen aufgebaut, hier erfahren die Schülerinnen und Schüler Wertschätzung, hier erfahren sie Gemeinschaft und hier können sie jene kleinen und großen Erfolge feiern, die sie nie vergessen werden.

Marc Zurell