BBZ Stegen

Skilager Vals (Februar 2014)

skilager 1Unter dem Leitbild „gemeinsam stark“ fand in diesem Jahr das bereits 11. Kooperations-Skilager des BBZ und des Kollegs St. Sebastian statt. Wie in den Jahren zuvor ging es auch dieses Jahr nach Vals, wo gehörlose, hörgeschädigte und hörende Schülerinnen und Schüler eine Woche im Schnee gemeinsam verbrachten und Inklusion lebten.

Die Vorfreude auf die Woche war riesengroß. Bereits Tage vor der Fahrt drehten sich die Gedanken der Schülerinnen und Schüler um das Skilager. Mehrfach wurde kontrolliert, ob sich nun auch alles Wichtige im Koffer befand. Im Countdown wurden die Tage bis zur Abfahrt gezählt. 10,9, 8,7,6,5,4,3,2,1… Da war er endlich, der lang herbeigesehnte Tag der Abreise.

Am Morgen des 22. Februars trafen sich die Schüler und Schülerinnen, die Eltern und Betreuer auf dem Parkplatz des BBZs. Nach dem Verladen des Gepäcks traten wir mit einer Stunde Verspätung unsere Reise nach Südtirol an. Dem zähflüssigen Verkehr auf der Autobahn trotzen wir mit guter Laune, zu der unter anderem unser Busfahrer Gerd mit seinem einzigartigen Humor beitrug.

Spät am Abend trafen wir in Vals ein, wo Familie Gatterer bereits mit dem Abendessen auf uns wartete. Nach dem Abendessen wurden die Zimmer bezogen und in Vorfreude auf den nächsten Tag gingen die Schülerinnen und Schüler zu Bett.
Der nächste Morgen begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Bis zu 3 Metern Schnee bedeckten die Berge rund um den Gattererhof und verwandelten Vals in eine weiße Winterlandschaft. Diese traumhaften Bedingungen lockten die Schüler und Schülerinnen auf die Piste. Während die Ski- und Snowboardanfänger ihre ersten Wintersporterfahrungen am flachen Hang sammelten, stiegen die Fortgeschrittenen und Profis bereits in die Gondel Richtung Bergspitze.
Oben angekommen staunten sie nicht schlecht über das Panorama, das man von der Jochtal- Spitze bewundern konnte. Ob Anfänger oder Könner, das Fahren in der Gruppe bereitete allen sichtlich viel Spaß. Die ersten Kontakte zwischen Schülern und Schülerinnen des BBZs und des Kollegs waren schnell geknüpft, schließlich hatte man sich beim „Kennenlerntag“ bereits beschnuppert. „Miteinander!“ war das Motto, dem die Kinder folgten: miteinander Ski und Snowboard fahren, miteinander Spaß haben.

Die Freude am Wintersport war den Gesichtern der Schülerinnen und Schüler am Ende eines Skitages deutlich zu entnehmen. Doch auch abseits der Piste kam der Spaß nicht zu kurz. Die Abende verbrachten wir mit Olympiade-Spielen wie „Schüler gegen Betreuer“ oder „Dalli-Klick“. Hierfür wurden die Schüler und Schülerinnen bereits beim Kennenlerntag in Olympia-Gruppen aufgeteilt, die sich sowohl aus BBZlern als auch Kolleg-Schülern zusammensetzen. In diesen Gruppen sammelten sie über die Woche hinweg, bei unterschiedlichen Spielen Punkte, die am Ende der Woche in eine Gesamtwertung einflossen.

Am Donnerstagnachmittag fand bei strahlend blauem Himmel die große Schnee-Olympiade statt. Hier galt es in verschiedenen Disziplinen wie Slalomfahren oder Schneehandschuhweitwurf die letzten Punkte für die Gesamtwertung zu erkämpfen. Am Abend, der zugleich auch der letzte Abend war, wurde die Sieger-Gruppe der Olympiade gekürt.

Anschließend verwandelte sich der Gruppenraum in eine Disko. Die Musik wurde laut aufgedreht und der Raum verdunkelt. Für die Lichteffekte sorgten die Schülerinnen und Schüler selbst, indem sie mit ihren Taschenlampen im Rhythmus der Musik leuchteten. Gemeinsam wurde gefeiert, getanzt und gesungen. Einige Schüler gaben ihre Breakdance-Moves oder Akrobatikkünste zum Besten, andere bewiesen Talent beim Limbo-Stangen-Tanz.

Und dann war plötzlich schon Freitag, der Tag der Abreise. Mit vielen neuen Eindrücken, Erlebnissen und Bekanntschaften im „Gepäck“ traten wir die Rückreise nach Freiburg an.

Abschließend kann man festhalten, dass es eine gelungene Fahrt war, die den Grundgedanken der Inklusion („miteinander leben“) gut umgesetzt hat.

Laura Theisen

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